Partizipative Erinnerungskultur Utopisches Erinnern am Eva Mamlok Platz
Typ
Kulturelle Bildung
Beschreibung
Mit dem Projekt „Utopisches Erinnern“ wird die Umbenennung des Blücherplatzes in Eva-Mamlok-Platz zum Ausgangspunkt für eine partizipative Erinnerungskultur. Jugendliche setzen sich kreativ und forschend mit jüdischem Widerstand, Erinnerung im Stadtraum und der Frage auseinander, wie Geschichte heute erzählt und sichtbar gemacht werden kann.
Ausgehend von der Geschichte Eva Mamloks und anderer junger jüdischer Frauen im Berlin der 1930er Jahre untersuchen Jugendliche Formen von Widerstand, Ausgrenzung und Erinnerung im öffentlichen Raum rund um das Hallesche Tor und darüber hinaus.
Sie entwickeln eigene Fragestellungen, vergleichen historische und heutige Lebensrealitäten und setzen sich mit marginalisierten Perspektiven der Erinnerungskultur auseinander. Im Mittelpunkt steht ein partizipativer Ansatz: Die Teilnehmenden gestalten Inhalte, Medien und Präsentationen eigenständig und übersetzen historische Themen in ihre eigene Lebenswelt. In Workshops zu Podcast, Zeichnung, KI und Social Media entstehen kreative Formate, die Geschichte neu hörbar, sichtbar und diskutierbar machen.
So verbindet das Projekt historische Bildungsarbeit mit künstlerischer Praxis und zeitgemäßen Formen demokratischer Erinnerungskultur.
Workshops:
- Schreib- und Konzeptionsworkshop
- Podcastworkshop
- Zeichenworkshop
Der erste Podcast ist online!
Ein Familienpfiff, verbotene Bücher und die Geschichte von Eva Mamlok
Wie erinnert man an eine junge Frau, die vor mehr als 80 Jahren gegen den Nationalsozialismus Widerstand leistete?
Und was hat ihre Geschichte mit Jugendlichen von heute zu tun?
In der ersten Podcastfolge beschäftigen sich Joni (13) und Ilja (12) mit Eva Mamlok und Inge Gerson-Berner. Sie recherchieren, lesen historische Dokumente und gehen den Spuren der beiden jungen Frauen nach.
Joni und Ilja fragen: Was bedeutete Widerstand für junge Menschen damals? Welche Rolle spielten Bücher, Freundschaft und gemeinsames Handeln? Und welche Fragen wirft diese Geschichte für Jugendliche heute auf?
Der Podcast entsteht im Rahmen des Projekts „Utopisches Erinnern am Eva-Mamlok-Platz“ im Weinmeisterhaus Berlin-Mitte. Jugendliche arbeiten dabei mit Briefen, Archivalien und historischen Quellen und entwickeln ihre eigenen Zugänge zur Geschichte.
Der Brief von Inge Gerson-Berner wurde von Lina Eikelmann eingesprochen, Musik von Andreas Reihse.
Weitere Workshops – meldet euch jetzt an!
Podcastworkshop Umbenennung Eva Mamlok Platz
Am 16. Oktober wird der Blücherplatz in Kreuzberg in Eva-Mamlok-Platz umbenannt. Wir produzieren rund um diesen Tag einen Podcast. Dafür machen wir vor Ort Aufnahmen, führen kurze Interviews und erzählen, wie es zu der Umbenennung kam und wer Eva Mamlok war.
Der Workshop besteht aus einer Einführung in das Thema, dem Tag der Aufnahmen vor Ort und der anschließenden Postproduktion im Podcaststudio des Weinmeisterhauses.
Datum:
15.,16.10.2026, 13:00-17:00 Uhr (Vorbereitung und Aufnahme bei der Einweihung des Platzes)
19.-21.10.2026, 11:00-15:00 Uhr (Tonschnitt im Weinmeisterhaus)
Ort:
Blücherplatz in Kreuzberg
Jugendkulturzentrum Weinmeisterhaus, Weinmeisterstraße 15, 10178 Berlin
Zielgruppe:
Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 20 Jahre
Podcastworkshop Rund ums Hallesche Tor
Ausgehend von der Geschichte Eva Mamloks und anderer junger jüdischer Frauen im Berlin der 1930er-Jahre setzen sich Jugendliche mit Formen von Widerstand, Ausgrenzung und Erinnerung im öffentlichen Raum rund um das Hallesche Tor und darüber hinaus auseinander.
Wir nehmen den Sound der Stadt auf, führen kurze Interviews zum Thema und erzählen die Geschichten dieser jungen Menschen in Kreuzberg.
Der Workshop besteht aus einer Einführung in das Thema, dem Tag der Aufnahmen vor Ort und der anschließenden Postproduktion im Podcaststudio des Weinmeisterhauses.
Datum:
26., 27.10.2026, 13:00-16:00 Uhr (Vorbereitung und Aufnahme rund ums Hallesche Tor)
28.-30-10.2026, 11:00-15:00 (Tonschnitt im Weinmeisterhaus)
Ort:
Eva Mamlok Platz in Kreuzberg
Jugendkulturzentrum Weinmeisterhaus, Weinmeisterstraße 15, 10178 Berlin
Zielgruppe:
Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 20 Jahre
Förderungen und Kooperationen
Das Projekt wird von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.
