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ARTWert WinterCampus 2013: Kunst- und Kulturvermittlung

Termin: 04. 02. 2013 – 09. 02. 2013 | ganztägig
Veranstaltungsort: Weinmeisterhaus, Weinmeisterstraße 15, 10178 Berlin

Der ARTWert WinterCampus 2013 beleuchtet die auch als Kulturelle Bildung bezeichnete Vermittlung von Kunst und Kultur an definierte Zielgruppen. Für Kunstschaffende kann dies weit mehr sein als die klassische Vermittlung von Kunst an Bildungseinrichtungen.
Methodenkompetenzen sind für alle Kreativen von Vorteil, sofern sie mehr als die eigene Kunstproduktion im Auge haben. Spätestens bei der Präsentation werden sie wichtig.
Verbunden mit den Medien des Web 2.0, aber auch mit den Erfahrungen von Kunst im Kontext, eröffnen sich hier durch Professionalisierung neue kreative Handlungsfelder und damit auch potenzielle Geschäftsmodelle für Kunstschaffende und Kreative aller Branchen.

Inhalte und Termine

Mo. 04. Februar 2013, 09.30 – 16.30 Uhr (1 Tag)
Modul 1: Neue Handlungsfelder der Kulturvermittlung
Dieser Workshop führt ein in das Thema des Campus und vermittelt die Basics für eine Arbeit mit definierten Zielgruppen und Institutionen. Deren Analyse steht am Anfang jeder vermittelnden Tätigkeit. Die Beteiligung der Lernenden ist die wichtigste Grundlage. Ressourcen- und Situationsansatz werden am Beispiel von unterschiedlichen Personengruppen vorgestellt.
Ziel des Moduls ist, den Teilnehmenden einen professionellen Einstieg in die Planung von Bildungsarrangements innerhalb der Kulturvermittlung zu ermöglichen.
Dozenten:
Stefan Peter
ist Dipl. Sozialpädagoge. Er war mehrere Jahre Bildungsreferent im Landesverband Soziokultur Sachsen und leitet seit 2009 bei WeTeK das Programm BITS 21.
Christoph Balzar ist Dipl. Kommunikationsdesigner und M.A. Kunst im Kontext.

Di. 05. Februar 2013, 09.30 – 16.30 Uhr (1 Tag)
Modul 2: Künstler/innen im Museum als Agenten kultureller Vermittlung
„Vermittlungsarbeit im Museum gestaltet den Dialog zwischen den Besuchern, den Objekten und Inhalten in Museen und Ausstellungen. Sie veranschaulicht Inhalte, wirft Fragen auf, provoziert, stimuliert und eröffnet neue Horizonte. […] Vermittlungsarbeit ist integraler Bestandteil der Institution und realisiert maßgeblich und nachhaltig ihren Bildungsauftrag.“ (Bundesverband Museumspädagogik, 2008)
An diesen Leitgedanken musealer Kunst- und Kulturvermittlung anknüpfend diskutieren wir die Begriffe des „emanzipierten Betrachters“, der „performativen Museologie“ und des „Metamuseums“ und untersuchen verschiedene, künstlerische Ansätze, die visuelle Kompetenz des Museumspublikums zu fördern.
Das Ziel dieses Workshops ist eine professionelle Orientierung auf dem Gebiet künstlerischer Arbeit im, am und manchmal auch gegen das Museum.
Dozent:
Christoph Balzar
ist Dipl. Kommunikationsdesigner und M.A. Kunst im Kontext.

Di. 05. Februar 2013, 09.30 – 16.30 Uhr (1 Tag)
Modul 3: Inklusion leben – Barrierefrei in der Kulturvermittlung
Kunstausübung ist auch für Menschen mit Behinderungen ein Weg zu authentischen Ausdrucksformen und ein ideales Medium der Kommunikation. Die Beschäftigung mit Kunst ist eine Möglichkeit, das enorme kreative Potenzial zu erschließen, über das viele Menschen mit Handicaps verfügen.
Welche Standards sind bei der kunst- und kulturvermittelnden Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu beachten? Was bedeutet barrierefreie Kulturvermittlung, was ist vor dem Hintergrund von Inklusion notwendig? Die gesellschafts-politischen Hintergründe dieser Begriffe werden geklärt, die Darstellung von guten Beispielen ermöglicht die gemeinsame Übertragung auf eigene Vorhaben.
Dozenten:
Christian Hille ist Berater und Dozent zu barrierefreien/ -armen Technologien.
Stefan Peter ist Dipl. Sozialpädagoge. Er war mehrere Jahre Bildungsreferent im Landesverband Soziokultur Sachsen und leitet seit 2010 bei WeTeK das Programm BITS 21.

Mi. 06. – Do. 07. Februar 2012, 09.00 – 16.00 Uhr (2 Tage)
Modul 4: (Selbst-)Präsentation mit Prezi
Auch eine Tätigkeit im Arbeitsfeld der Kulturvermittlung erfordert eine ansprechende Selbstpräsentation. Eine kunden-bestimmte Ansprache ist daher die wichtigste Maxime. Mit der webbasierten Software Prezi kann eine Präsentation auf einer virtuellen, unendlich großen Oberfläche erstellt werden, auf dem man sich durch Maussteuerung bewegen sowie hinein- und heraus zoomen kann. Prezi ist in der Grundversion kostenfrei und hat den Präsentationsmarkt fast schon revolutioniert.
Dozentin:
Kerstin Müller
hat Journalismus und Technik der elektronischen Medien studiert, war Pressesprecherin und ist freie Redakteurin, Dozentin und Referentin in der Medienbildung.

Mi. 06. – Do. 07. Februar 2013, 09.30 – 16.30 Uhr (2 Tage)
Modul 5: Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche
Welche beruflichen Chancen bieten sich Künstler/innen auf diesem Gebiet? Verschiedene Positionen und Strategien werden anhand theoretischer und praktischer Beispiele wie dem “Studio d(13) for Kids and Teens” der dOCUMENTA (13) erörtert und erprobt.
Was bedeutet es, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten? Wie wird diese Arbeit institutionell organisiert? Wie entwickelt ein/e Künstler/in einen Workshop mit Kindern und Jugendlichen? Was unterscheidet dich von Pädagog/innen? Was ist dein Auftrag? Wo gibt es Probleme? Was sind die Schwierigkeiten?
Dozentin:
Freja Bäckman ist Bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin, M.A. Kunst im Kontext. Sie ist daran interessiert, durch ihre künstlerische Arbeit zu aktivieren und künstlerisch-gesellschaftliche Wechselwirkung und Austausch zu bewirken. Sie sieht Kunst als Werkzeug zum Initiieren von Gesprächen und zum Beeinflussen vorherrschender Strukturen.

Fr. 08. Februar 2012, 09.30 – 16.30 Uhr (1 Tag)
Modul 6: Methoden und ihre Anwendung in der Kunst- und Kulturvermittlung
Eine Vielzahl von Methodenkoffern für unterschiedlichste Bildungsvorhaben lassen sich im Netz finden. Eines haben diese gemeinsam: Passgenaue Methoden für das eigene Vorhaben lassen sich nicht finden. Der Workshop vermittelt ein Handwerkszeug zur Anpassung von Methoden auf die spezifischen Herausforderungen in der eigenen Praxis. Dabei werden alle Phasen innerhalb eines Bildungsprojektes (Eröffnung, Kennenlernen, Partizipieren, Strukturieren, Positionieren, Auswerten) in den Blick genommen und durch die Teilnehmenden des Moduls kreiert und erprobt. Ein sinnvoller didaktischer Aufbau unter der Berücksichtigung von gruppendynamischen Prozessen wird thematisiert.
Dozent:
Stefan Peter ist Dipl. Sozialpädagoge. Er war mehrere Jahre Bildungsreferent im Landesverband Soziokultur Sachsen und leitet seit 2010 bei WeTeK das Programm BITS 21.

Modul 7: entfällt

Sa. 09. Februar 2012, 10.00 – 17.00 Uhr
Modul 8: Storytelling – eine Einführung in die Erzählpädagogik
Kriterien und Ansätze für eine erfolgreiche Story, Schritte zu einer guten Story (Zielgruppendefinition, Angebots- und Bedarfsanalyse, Metaphern, Story-Aufbau)
Oft bleibt uns nicht viel Zeit bei Netzwerkveranstaltungen, Bewerbungsgesprächen oder anderen Gelegenheiten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. “Hängen” bleiben wir mit unserem Angebot und/oder unserer Persönlichkeit nur dann, wenn wir es schaffen mit unseren Geschichten Bilder im Geiste des Anderen auszulösen – einen emotionalen Eindruck, ein fühlbares Erleben in der Erinnerung unserer Adressaten.
Die älteste Methode ist das “Geschichten erzählen” – Storytelling. Es reicht von der kurzen Metapher über das Gleichnis und die Fabel hin bis zur Anekdote und Story.
Im Marketing findet das Storytelling seinen Einsatz auch im Gain, im Beweisen. Es ist glaubhafter eine Geschichte über kreative Leistung zu erzählen als zu behaupten: “Ich bin kreativ!”
Storytelling eignet sich hervorragend um Visionen und gemeinsame Zielsetzungen “sichtbar” zu machen sowie Sehnsüchten und deren Erfüllung ein Bild, ein Versprechen zu geben.
Dozentin:
Tanja Ries ist Sängerin, Moderatorin, Dozentin und Coach und seit vielen Jahren in der Kulturellen Bildung tätig.

Teilnahmebedingungen:

Die Module können kombiniert oder einzeln gebucht werden. Sie finden im Weinmeisterhaus in Berlin-Mitte, Weinmeisterstr. 15 statt. Pro Tag sind 60 Minuten Pause eingerechnet, da der ARTWert Campus neben dem fachlichen Input und Austausch immer auch ein Ort des Kennenlernens und des Vernetzens von Kreativen vieler Branchen, Sparten und Genre ist.

ARTWert wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Für Snacks, Getränke sowie einen gemeinsamen Mittagstisch mit Suppen wird ein Selbstkostenbeitrag von € 7,50 pro Tag von den Teilnehmenden erhoben, der vor Campusbeginn zu überweisen ist. Darüber hinaus ist die Teilnahme an allen 8 Campus-Modulen kostenfrei, aber an die Abgabe von Einkommensnachweisen gebunden.

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder über unser Online-Formular an. Bitte geben Sie an, für welche Module Sie sich einschreiben möchten. Wir senden Ihnen eine Eingangsbestätigung und fordern die benötigten Unterlagen per E-Mail von Ihnen an. Näheres dazu finden Sie bei unseren Hinweisen zur Anmeldung.
Eine verbindliche Bestätigung über Ihre Teilnahme erhalten Sie von uns nach dem Eingang sämtlicher benötigter Nachweise und Zahlungen, sofern Plätze frei sind. Nach Teilnahme erhalten Sie von uns eine Teilnahmebestätigung, ab 40 Stunden (5 Tage) erhalten Sie ein Zertifikat.